GERICKE: ZEITUMSTELLUNG BRINGT EUROPAS FAMILIEN AUS DEM TAKT

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Europaabgeordneter der Familien-Partei fordert gemeinsamen Ausstieg der EU-Staaten / Offizielle Anfrage: EU-Rat soll beschließen

STRASSBURG. „Wer hat an der Uhr gedreht…?“ – eine Frage, die sich kommenden Sonntag auch wieder viele Familien in der EU stellen. Dann nämlich dreht Europa seine Uhren um eine Stunde zurück zur „Normalzeit“. Geht es nach dem Europaabgeordneten Arne Gericke, soll Europa sich dieses lästige Spiel künftig sparen: „72 Prozent der Bürger sind gegen die Zeitumstellung. Vor allem Familien mit Kindern geraten zweimal pro Jahr im wahrsten Sinn des Wortes aus dem Takt: Kinder haben die größten Probleme. Jedes zweite Kind unter drei Jahren ist noch Tage nach der Umstellung quengelig, müde oder kämpft mit Schlafstörungen. Das muss nicht sein: Weg mit der Zeitumstellung“ – so Gerickes Forderung in einer Parlamentarischen Anfrage an den Europäischen Rat. Der, so sagt der Europaabgeordnete, ist zuständig und soll schnellstmöglich den Ausstieg aus der Zeitumstellung beschließen: “Frau Kanzlerin, es liegt an Ihnen!”

Auf das Thema gebracht haben den 49jährigen Europaabgeordneten aus Rostock Schreiben von Bürgern – „vorwiegend Familien mit Kindern.“ Sie klagen angesichts der Zeitumstellung über schlaflose Nächte ihrer Kinder, Müdigkeit und Leistungsabfall in der Schule und vieles mehr. Für Gericke Grund genug, sich nun der Sache in Brüssel anzunehmen – „ich kenne es ja auch aus eigener Erfahrung“, so der siebenfache Familienvater. „Leider ist eine Lösung nicht so einfach, denn die EU ist im Grunde nur Verwalter der Sommerzeit – einen Ausstieg können wir im Europaparlament leider nicht beschließen.“ Dafür, so Gericke, brauche es einen einstimmigen Beschluss der nationalen Regierungen im Europäischen Rat: „Die müssten im Grunde nur sagen: Schluss mit dem Quatsch. Es liegt also an der Bundeskanzlerin, die Zeitumstellung zur Chefsache zu machen und in Brüssel vom Tisch zu wischen.“ Mit einer offiziellen Parlamentarischen Anfrage an den Europäischen Rat will Gericke nun Druck hinsichtlich einer Abschaffung machen.

Gründe dafür gäbe es genug: „Und der Beste ist, dass der einzige, eigentliche Ursprungsgrund der Zeitumstellung – die erhoffte Energieeinsparung – nachweislich nie erreicht wurde.“ Selbst die Experten des Umweltbundesamtes bestätigten seit mehr als zehn Jahren wiederholt, „dass von einer Zeitumstellung auf die Sommerzeit keine positiven Energieeinspareffekte zu erwarten sind.“

Author: FamilienPartei